CDU-Vorsitz: Wer wird Merkels Stellvertreter?

CDU-Vorsitz : Wer wird Merkels Stellvertreter?

Gut drei Monate vor ihrer Vorstandswahl lotet die CDU Kandidaten für den Stellvertreterposten von Parteichefin Angela Merkel aus. Im Gespräch für die scheidende CDU-Vize, Bundesbildungsministerin Annette Schavan, sei neben den Landeschefs von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, Thomas Strobl und Julia Klöckner, auch Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp- Karrenbauer, hieß es am Dienstag in Parteikreisen in Berlin.

Allerdings werde damit gerechnet, dass die Südwest-CDU den Anspruch auf die Nachfolge der aus ihren Reihen stammenden Schavan erheben werde. Außerdem sei die Baden-Württemberg-CDU nach Nordrhein-Westfalen der zweitgrößte Landesverband.

Der Tübinger Politologe Hans-Georg Wehling sagte am Dienstag: "Man darf die Stärke Baden-Württembergs in der CDU nicht außer Acht lassen." Der Landesverband bringe rund 15 Prozent aller CDU-Mitglieder in die Waagschale sowie gemeinsam mit NRW und Bayern vier Fünftel der Wählerstimmen.

Strobl, Klöckner und Kramp-Karrenbauer äußerten sich bislang nicht zu einer möglichen Kandidatur beim Parteitag im Dezember in Hannover.

In der Partei wird damit gerechnet, dass auch der von Kanzlerin Merkel im Mai nach der verlorenen NRW-Wahl als Umweltminister aus ihrem Kabinett entlassene Norbert Röttgen nicht wieder als Stellvertreter kandidieren wird. Dafür könnte der NRW-CDU-Landeschef Armin Laschet in die Bundesspitze aufrücken.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen aus Niedersachen hingegen tritt erneut an. Das bestätigte Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister der "Bild"-Zeitung. "Das haben wir beide so vereinbart", sagte er dem Blatt. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hatte bereits in der vorigen Woche seine erneute Kandidatur angekündigt.

(dpa)
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