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Diskussion um Atom-Müll: Weiter grünes Licht für vorläufige Gorleben-Erkundung

Diskussion um Atom-Müll : Weiter grünes Licht für vorläufige Gorleben-Erkundung

Trotz der weiter offenen Suche nach einem Atomendlager können die Erkundungen im Salzstock von Gorleben vorerst fortgesetzt werden. Eigentlich wäre der Betriebsplan zur Erkundung Ende September ausgelaufen.

Das niedersächsische Umweltministerium habe der dazu nötigen Verlängerung des sogenannten Hauptbetriebsplans für das Bergwerk bis Ende des Jahres zugestimmt, teilte eine Ministeriumssprecherin in Hannover am Mittwoch nach entsprechenden Medienberichten mit.

Die Genehmigung solle dem zuständigen Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zugestellt werden. Eigentlich wäre der Betriebsplan zur Erkundung an diesem Sonntag (30. September) ausgelaufen. Die aktuellen Arbeiten hängen mit der vor Jahren gestarteten Erkundung zusammen und beinhalten keine neuen Stollenarbeiten.

Den Antrag zur Verlängerung hatte das BfS im Juni gestellt. Sie sei "zeitlich eng befristet", da es noch keine politische Entscheidung über das weitere Vorgehen in Gorleben gebe, hieß laut "Frankfurter Rundschau" (Donnerstag) beim BfS. Einen gültigen Betriebsplan brauche man unabhängig davon, wie es in Gorleben konkret weitergehe - ob das Lager weiter untersucht, lediglich offen gehalten oder stillgelegt werde. Ein parteiübergreifender Konsens in der Endlagerfrage ist bislang auch unter dem neuen Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) nicht gefunden.

(dpa)