Anleihe bei Caesar: Was Wulff mit "Rubikon" meinte

Anleihe bei Caesar : Was Wulff mit "Rubikon" meinte

Der Rubikon, der für Bundespräsident Christian Wulff von der "Bild"-Zeitung in der Kreditaffäre überschritten wurde, war eigentlich ein Grenzflüsschen. Er trennte das italienische Kernland von der Provinz Gallia Cisalpina, dem heutigen Norditalien und kroatischen Istrien.

Der römische Feldherr und Politiker Julius Caesar überquerte im Jahr 49 vor Christus mit etwa 5.000 Soldaten den Fluss Rubikon. Dies kam rechtlich einer Kriegserklärung an den römischen Senat gleich.

Caesar wusste, sobald er diese Linie mit seinen Legionären überschritt, würde er offiziell als Angreifer Roms gelten und seinen Gegenspieler Pompeius zur Gegenwehr herausfordern.

Überliefert ist, dass Caesar seinen Schritt mit dem Ausspruch "alea iacta est" begleitet hat, was als "Die Würfel sind gefallen" übersetzt wird. Wo genau der Rubikon floss, ist nicht überliefert.

Anfang der 1930er Jahre wurde der Fluss Fiumicino als Rubikon bestimmt und vom damaligen Diktator Benito Mussolini in "Rubicone" umbenannt. Der Fluss entspringt nahe von Florenz und mündet südlich von Ravenna in die Adria.

(APD)