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Warnstreik: Verdi ruft zu bundesweiten Streiks im öffentlichen Nahverkehr auf

Bundesweiter Verdi-Aufruf am Dienstag : Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr treffen auch NRW

Für Pendler im öffentlichen Nahverkehr kann es am Dienstag stressig werden: Die Gewerkschaft Verdi hat zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen, es ist mit massiven Beeinträchtigungen im Nahverkehr zu rechnen.

Pendler müssen sich am kommenden Dienstag bundesweit auf Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat für diesen Tag zu Arbeitsniederlegungen, um einen bundesweiten Tarifvertrag für rund 87.000 Beschäftigte im ÖPNV durchzusetzen, wie sie am Freitag mitteilte. Die Arbeitgeber stünden demnach einer solchen einheitlichen Regelung bislang ablehnend gegenüber.

Derzeit laufen in allen 16 Bundesländern die Verhandlungen über die jeweiligen Tarifverträge im ÖPNV. Zwar gehört dieser zum öffentlichen Dienst, doch mit den dort derzeit ebenfalls laufenden Tarifverhandlungen haben die Forderungen der Gewerkschaft nichts zu tun. Es handelt sich beim ÖPNV um Spartentarifverträge. Weil diese sich aus Sicht der Gewerkschaft im Laufe der Jahre in den einzelnen Ländern auseinander entwickelt haben, möchte Verdi sie nun durch eine bundesweite Regelung ergänzen.

„Mit unseren Forderungen haben wir Vorschläge geliefert, wie sich die drängenden Fragen von Entlastung und Nachwuchsförderung lösen lassen“, teilte die stellvertretende Verdi-Bundesvorsitzende, Christine Behle, mit. „Dass die Arbeitgeber nicht einmal zu einer Verhandlung bereit sind, verhöhnt die Beschäftigten und torpediert jede Bemühung, eine Verkehrswende zu erreichen.“

ÖPNV: Verdi ruft zu Warnstreiks auf

Daher werde es am kommenden Dienstag bundesweit zu Arbeitsniederlegungen kommen. Es sei bundesweit mit massiven Beeinträchtigungen im Nahverkehr zu rechnen – auch in NRW. Man wolle so den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, weil diese sich gegen die Aufnahme von Tarifverhandlungen ausgesprochen hätten, hieß es am Freitag in Düsseldorf. In NRW gehe es um die Arbeitsbedingungen von 30.000 Beschäftigten. Nicht am Warnstreik teilnehmen würden Beschäftigte der Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft, der Bahnen der Stadt Monheim und der Stadtwerke Gütersloh.Vereinzelt würden auch Beschäftigte des privaten Omnibusgewerbes in NRW die Arbeit niederlegen, kündigte Verdi an.

Während der ÖPNV separat um eine Einigung ringt, verhandeln Gewerkschaft und Arbeitgeber derzeit auch im öffentlichen Dienst. Verdi fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Am vergangenen Wochenende war die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.

(lha/mba/dpa)