Deutsche bei High-Tech-Produkten führend: Wanka gibt sich mit der Weltspitze nicht zufrieden

Deutsche bei High-Tech-Produkten führend : Wanka gibt sich mit der Weltspitze nicht zufrieden

Bei High-Tech-Produkten ist Deutschland Weltmarktführer. Dennoch will sich Bildungsministerin Johann Wanka damit nicht zufrieden geben. Sie fordert weitere Investitionen in diesen Bereich.

"Kein Land produziert mehr forschungs- und entwicklungsintensive High-Tech-Artikel für den Weltmarkt", sagte die Minsterin am Mittwoch bei der Vorstellung eines vom Kabinett beschlossenen Berichts zur High-Tech-Strategie.

"Damit sind wir besser als China und die USA." Das mittelfristige Ziel einer Quote von drei Prozent der Forschungs- und Entwicklungsausgaben an der deutschen Wirtschaftsleistung sei mit zuletzt 2,9 Prozent so gut wie geschafft.

"Wir müssen damit höher gehen", plädierte sie für ehrgeizigere Ziele. Eine Expertenkommission hat für 2020 eine Quote von 3,5 Prozent gefordert.

Mit der kontinuierlichen Steigerung der Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen habe Deutschland auch in Zeiten der Finanz- und der Euro-Schuldenkrise seine weltweite Wettbewerbsposition verbessert und für die Zukunft abgesichert, sagte Wanka. Zwischen 2005 und 2011 sei der Anteil der staatlichen und privaten Forschungs- und Entwicklungsausgaben auf 2,9 Prozent von 2,5 Prozent des BIP gewachsen. In der EU liege der Durchschnitt nur bei 1,9 Prozent.

Der Bund selbst steigerte seine Investitionen für Forschung und Bildung trotz aller Konsolidierungszwänge von 9,3 Milliarden Euro im Jahr 2006 auf geplante 14,4 Milliarden Euro im Jahr 2013. Dieser Zuwachs liegt höher als ursprünglich geplant. Auch von der Wirtschaft wurden die Ausgaben in diesem Bereich von 38,65 Milliarden Euro im Jahr 2006 auf 50,33 Milliarden Euro 2011 drastisch aufgestockt, weitere Zuwächse sind absehbar.

Zudem stieg nach Wankas Worten die Zahl der Arbeitsplätze in Forschung und Entwicklung seit Mitte des letzten Jahrzehnts um knapp 100.000 auf 567.000. Die Innovationsanstrengungen hätten zudem dazu beigetragen, dass Deutschland mit mittlerweile 250.000 Studenten aus dem Ausland auch im Hochschulbereich so attraktiv sei wie kaum je zuvor.

"Deutschland besitzt das Potenzial, substanziell zur Lösung der globalen Herausforderungen beizutragen und dabei gleichzeitig seine weltweit führende Stellung als eine der führenden Wirtschafts- und Exportnationen zu behaupten", heißt es in Wankas Bericht. Mit einem Weltmarktanteil von 12,1 Prozent bei forschungs- und entwicklungsintensiven Waren liege Deutschland knapp vor China mit 12,0 Prozent weltweit an der Spitze. Die Ministerin beklagte aber, dass das Ziel einer steuerlichen Forschungsförderung bislang nicht umgesetzt wurde.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Johanna Wanka

(REU/pst)
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