Wahl 2018 in Bayern: CSU-Vorstand bestätigt Söder als Kandidat für Amt des Ministerpräsidenten

Liveblog zur Bayern-Wahl: CSU-Vorstand bestätigt Söder als Kandidat für Amt des Ministerpräsidenten

Die Bayern-Wahl ist für die SPD zum Desaster geworden. Spitzenkandidatin Natascha Kohnen zeigt sich entsetzt. Auch die CSU muss hohe Verluste hinnehmen, kann aber wohl mit den Freien Wählern regieren. Wir begleiten die Entwicklungen.

  • 10/15/18 1:36 PM
    Nach dem schlechten Abschneiden der CSU in Bayern will die CDU-Vorsitzende und Kanzlerin Angela Merkel verloren gegangenes Vertrauen in die Regierungsarbeit zurückgewinnen. Sie sagte am Montag in Berlin bei einer Veranstaltung des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), sie wolle als Bundeskanzlerin stärker dafür Sorge tragen, dass das Vertrauen in die politischen Akteure wieder da sei.

    Der Wahltag in Bayern habe auch gezeigt, dass beste Wirtschaftsdaten und Vollbeschäftigung für die Menschen allein nicht ausreichten. Man müsse im Rückblick sagen, es sei viel Vertrauen verloren gegangen in den vergangenen zwölf Monaten. Sie fügte hinzu, die Bevölkerung erwarte, dass die Unionsparteien CDU und CSU gemeinsam agierten. (dpa)
  • 10/15/18 12:50 PM
    CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer sieht eine Mitverantwortung der CDU für das schlechte Erscheinungsbild der großen Koalition. "Das ist Verantwortung von allen, die beteiligt waren", sagt Kramp-Karrenbauer auf die Frage, ob sie die Schuld alleine bei der CSU sieht. "Jeder muss vor der eigenen Haustür kehren." Es sei zudem Aufgabe der CSU, zu entscheiden, mit welchem Personal sie arbeiten wolle, sagt sie zur Kritik an CSU-Chef Horst Seehofer. (Reuters)
  • 10/15/18 10:57 AM
    SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat deutlich gemacht, dass nach dem Ergebnis der bayerischen Landtagswahl die große Koalition möglicherweise bald am seidenen Faden hängen könnte. "Es muss in Berlin zu anderen Verhältnissen in der großen Koalition kommen, sonst wird es eng", erklärte Klingbeil am Montag im Fernsehsender phoenix. Die Kritik innerhalb der SPD an der Regierung in Berlin wachse stetig. "Wir dringen mit unseren Projekten nicht nach außen. Die SPD sichtbarer machen - das ist nicht gelungen", sagte Klingbeil.
  • 10/15/18 10:02 AM
    Der CSU-Vorstand hat Ministerpräsident Markus Söder trotz der erheblichen Verluste bei der Landtagswahl einstimmig für das Ministerpräsidentenamt auch in der neuen Legislaturperiode nominiert. Außerdem sprach sich die CSU-Spitze dafür aus, dass die bisherige stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner neue Landtagspräsidentin werden soll, wie es am Montag aus Teilnehmerkreisen hieß. Als dritte Personalie sprach sich der Parteivorstand für einen Verbleib von Thomas Kreuzer im Amt des Landtagsfraktionschefs aus. (Reuters/AFP)
  • 10/15/18 9:44 AM
    Trotz der massiven Verluste der CSU geht die FDP nicht davon aus, an einer möglichen bürgerlichen Koalition beteiligt zu sein. „Der Wähler hat der FDP einen Oppositionsauftrag gegeben“, sagte Spitzenkandidat Martin Hagen am Montag in Berlin. Er betonte: „Die FDP wird nicht für eine Regierungsbildung gebraucht.“ Die Freien Demokraten erzielten 5,1 Prozent der Stimmen und mussten bis zuletzt um den Einzug in den Landtag bangen. Hagen sprach von einem „sehr harten und schweren Wahlkampf“, den die Partei aus der außerparlamentarischen Opposition habe bestreiten müssen, zumal sie seit den 80er-Jahren nur zwei Mal den Sprung in den bayerischen Landtag geschafft habe. (dpa)
  • 10/15/18 9:25 AM
    Die Linken sehen nach der Wahl in Bayern keinen Grund zur Verbitterung, obwohl sie erneut den Einzug in den Landtag verpasst haben. „Wir gehören zu den Parteien, die zugelegt haben“, sagte Parteichef Bernd Riexinger am Montag in Berlin. „Wenn wir reingekommen wären, wäre es wirklich ein kleines Wunder gewesen.“ Die Linke habe Schwächen auf dem Land, in vielen Städten dagegen sei sie über fünf Prozent gekommen. „Das ermutigt uns für die Zukunft“, sagte Riexinger. „Jetzt müssen wir halt noch fünf Jahre warten.“
    Die Co-Vorsitzende Katja Kipping betonte, viele Wähler seien aus taktischen Gründen von der Linken zu den Grünen umgeschwenkt, weil sie hier nach den Umfragen bessere Chancen für einen Politikwechsel sahen. Jetzt wolle die Linke „volle Kraft voraus“ für die Wahl in zwei Wochen in Hessen geben. (dpa)
  • 10/15/18 8:38 AM
    Zu seiner Person sagte CSU-Chef Seehofer, er wolle die Doppelspitze mit Markus Söder als bayerischen Ministerpräsident fortsetzen. "Ich glaube, das hat sich sehr bewährt", sagte Seehofer. Er sehe seine Aufgabe auch darin, die CSU für die Europawahl im kommenden Jahr und die bayerische Kommunalwahl 2020 vorzubereiten. (Reuters)
  • 10/15/18 8:37 AM
    Auch am Tag nach der Wahl hält Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ein Bündnis mit den Freien Wählern für die "naheliegendste Variante". Das sagte er am Montag in München vor Journalisten. Mit den Freien Wählern könne er eine seriöse und stabile Regierung bilden. CSU-Chef Horst Seehofer sprach ebenfalls von einer einhelligen Präferenz in der CSU für ein bürgerliches Bündnis mit den Freien Wählern. Beide betonten aber auch, dass mit Ausnahme der AfD auch mit den anderen Parteien Sondierungsgespräche geführt werden sollten. (AFP)
  • 10/15/18 8:21 AM
    Die Spitze der CSU-Landesgruppe im Bundestag hat nach dem Wahldebakel ihrer Partei bei der Bayern-Wahl vor "personellen Schnellschüssen" gewarnt. Die Frage nach der politischen Zukunft von CSU-Chef Horst Seehofer "werden wir in aller Ruhe klären müssen", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer Stefan Müller der Tageszeitung "Welt" am Montag. Zu einer sauberen Analyse gehörten personelle wie inhaltliche Fragen.

    Müller fügte hinzu, jetzt stehe erst einmal die Regierungsbildung in Bayern im Vordergrund, dafür sei vier Wochen Zeit. "Die Analyse können wir danach noch fortführen", sagte er weiter. (AFP)
  • 10/15/18 7:05 AM
    Im Fall eines Wechsels an der CSU-Spitze hat der frühere Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer Ministerpräsident Markus Söder zum Zugriff geraten. "Er kann sich den Parteivorsitz nicht nehmen lassen", sagte Ramsauer am Montag nach der bayerischen Landtagswahl im Deutschlandfunk. Aus Ramsauers Sicht muss nach herben Verlusten wie diesen eine Führungsdebatte folgen. Noch ist allerdings unklar, ob Horst Seehofer den Parteivorsitz nach der Wahlschlappe niederlegen wird. (dpa)
Tickaroo Liveblog Software
(csi)
Mehr von RP ONLINE