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Von der Leyen setzt auf Engagement der USA in der Nato

Treffen der Nato-Verteidigungsminister : Von der Leyen setzt auf Engagement der USA in der Nato

Vor dem Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel hat Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) Europas Bereitschaft bekräftigt, mehr zu dem Militärbündnis beizutragen. Sie setzt aber auch auf das anhaltende Engagement der Vereinigten Staaten – obwohl US-Präsident Donald Trump die Nato in Frage gestellt hat.

Vor dem Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel hat Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) Europas Bereitschaft bekräftigt, mehr zu dem Militärbündnis beizutragen. Sie setzt aber auch auf das anhaltende Engagement der Vereinigten Staaten — obwohl US-Präsident Donald Trump die Nato in Frage gestellt hat.

"Wir Europäer müssen mehr dafür tun, dass wir für unser Europa Sicherheit herstellen können und das heißt Investitionen", sagte von der Leyen am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Nachdem es in Europa jahrelang immer ruhiger und friedlicher geworden sei, müssten die Europäer nun in eine "Sicherheitsrücklage investieren".

Die Ministerin zeigte sich zudem überzeugt, dass auch die neue US-Regierung an der Nato festhalten werde. Sie habe bei ihrem Besuch in Washington in der vergangenen Woche ein "ausgesprochen gutes Gespräch" mit Verteidigungsminister James Mattis geführt, sagte von der Leyen. Mattis sei verankert im Verständnis des Bündnisses. "Ich hoffe, dass seine Position sich durchsetzt." Mattis habe eine starke Stellung und genieße ein hohes Ansehen. "Er nützt der Regierung, weil er so eine außergewöhnliche Persönlichkeit ist." Mattis hatte die Nato als "erfolgreichste Militärallianz der Geschichte" bezeichnet.

Mattis wird an diesem Mittwoch zum ersten Mal bei einem Nato-Treffen erwartet. Thema der zweitägigen Gespräche in Brüssel soll unter anderem die Entwicklung der Verteidigungsausgaben in den europäischen Mitgliedstaaten sein. Die USA fordern von Ländern wie Deutschland seit langem deutlich mehr Anstrengungen, das sogenannte Zwei-Prozent-Ziel zu erreichen. Es sieht vor, dass alle Bündnispartner ihre Verteidigungsausgaben bis 2024 auf mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) steigern.

"Dann müssen wir auch in die Bundeswehr investieren, und das heißt, das Budget muss auch steigen", sagte von der Leyen. Dies ist für den Bundeshaushalt bereits vorgesehen, allerdings weiterhin deutlich unter dem Zwei-Prozent-Ziel.

(rent/dpa/afp)