Vizekanzler Olaf Scholz will für SPD-Vorsitz kandidieren

Partei bestätigt Bereitschaft : Vizekanzler Olaf Scholz will für SPD-Vorsitz kandidieren

Bundesfinanzminister Olaf Scholz ist nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" bereit, für den SPD-Vorsitz zu kandidieren. Mittlerweile hat das auch die Partei bestätigt.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz ist nach Abgaben der SPD nun doch bereit, für den Parteivorsitz zu kandidieren. Er habe dies den drei Interimsvorsitzenden der Partei angeboten, bestätigte eine SPD-Sprecherin am Freitag einen entsprechenden Bericht des "Spiegel". Scholz hatte zuletzt stets erklärt, aus zeitlichen Gründen nicht zur Verfügung zu stehen.

"Ich bin bereit anzutreten, wenn Ihr das wollt", sagte Scholz nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" am Montag dieser Woche in einer Telefonschalte mit den Interimsvorsitzenden Malu Dreyer, Manuela Schwesig und Thorsten Schäfer-Gümbel. Widerspruch habe sich in der Schalte nicht geregt.

Seitdem sondiere Scholz im Hintergrund das Feld, spreche mit führenden Sozialdemokraten und suche eine Tandempartnerin, mit der er als Doppelspitze antreten kann, hieß es weiter. Scholz hatte noch im Juni nach dem Rücktritt seiner Vertrauten Andrea Nahles erklärt, aus zeitlichen Gründen nicht für den Parteivorsitz zur Verfügung zu stehen.

Die Kehrtwende des Finanzministers sei auch auf darauf zurückzuführen, dass bislang niemand aus der ersten Reihe kandidieren wollte und zuletzt in der Parteispitze die Sorge vor einem weiteren Absturz der SPD wuchs, schreibt der "Spiegel".

Die Bewerbungsfrist endet am 1. September. Gewählt werden soll die neue SPD-Führung auf einem Parteitag Anfang Dezember. Scholz wäre der 13. Bewerber. Zuvor hatten der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius und die sächsische Integrationsministerin Katja Köpping ihre Bewerbung angekündigt.

(zim/Reuters/AFP)
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