Vier von fünf Bürgern wollen mehr Videoüberwachung

ARD-Deutschlandtrend : Vier von fünf Bürgern wollen mehr Videoüberwachung

Die Innere Sicherheit dominiert aktuell die politische Debatte. Das schlägt sich auch bie den Bürgern nieder: Vier von fünf befürworten mehr Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen.

Das hat eine am Donnerstag veröffentlichte repräsentative Umfrage des ARD-Deutschlandtrends ergeben. 19 Prozent sind gegenteiliger Meinung.

Weiter ergab die Umfrage, dass sich fast drei Viertel der Bundesbürger trotz Terrors in Deutschland eher sicher fühlen. 26 Prozent der Bürger fühlen sich demnach eher unsicher. Vor allem unter Anhängern der AfD zeigt sich der Umfrage zufolge ein Gefühl der Unsicherheit (66 Prozent). Nur ein gutes Drittel der AfD-Anhänger fühlt sich sicher.

Eine repräsentative Emnid-Umfrage für den "Focus" ergab, dass sich 81 Prozent der Bundesbürger bei mehr Videoüberwachung im öffentlichen Raum sicherer fühlen. Dagegen sehen 14 Prozent mehr Videoüberwachung eher als Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit.

Zudem vergrößert die Union ihren Abstand zu ihrem bisherigen Koalitionspartner SPD. In der Sonntagsfrage des ARD-Deutschlandtrends kommen CDU und CSU auf 37 Prozent, das sind zwei Punkte mehr als im Vormonat. Die SPD sackt demnach ab auf 20 Prozent (minus 2). Die AfD legt dagegen deutlich zu auf nun 15 Prozent (+2). Die Linke verbucht neun Prozent (unverändert), die Grünen ebenfalls neun Prozent (-2). Die FDP kommt im Deutschlandtrend aktuell - unverändert zum Vormonat - auf fünf Prozent.

Weiter ergab die Umfrage, dass 40 Prozent der Befragten das Thema Flüchtlinge und Zuwanderung für das wichtigste politische Thema halten, um das sich die Bundesregierung in diesem Jahr kümmern sollte (offene Frage ohne Vorgaben). Das sind 26 Punkte weniger als im Januar 2016. Elf Prozent halten den Themenkomplex Innere Sicherheit und Terrorgefahr für das wichtigste Thema - ein Plus von neun Punkten im Vergleich zu Januar 2016.

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(felt/dpa)
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