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Verfassungsschutz: Gefahr durch Islamisten weiter hoch

660 Gefährder : Gefahr durch Islamisten laut Verfassungsschutz weiter hoch

Die Bedrohung durch Islamisten ist laut Einschätzung des Verfassungsschutzes auch nach der militärischen Niederlage des IS weiter hoch. Mehr als 12.000 Personen werden zur salafistischen Szene gezählt.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz zählt einem Zeitungsbericht zufolge derzeit 2.080 Menschen in Deutschland zum islamistisch-terroristischen Personenpotenzial. Die Bedrohung im Bereich des islamistischen Terrorismus sei immer noch hoch, sagte eine Sprecherin des Amtes dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“. 12.150 Frauen und Männer werden demnach zur salafistischen Szene gerechnet.

Auch nach der militärischen Niederlage des „Islamischen Staates“ (IS) in Syrien und im Irak existierten Strukturen im Untergrund weiter. Und unverändert werde „der Westen“ vom IS zum Feind erklärt, sagte die Sprecherin. Das Bundeskriminalamt hatte Mitte Februar 660 Islamisten als Gefährder im engeren Sinne eingestuft.

Im Einzelnen liegen dem Verfassungsschutz laut RND-Bericht derzeit Erkenntnisse zu mehr als 1.060 Islamisten aus Deutschland vor, die in Richtung Syrien/Irak ausgereist sind. Etwa ein Drittel von ihnen befinde sich mittlerweile wieder hier. Von über 100 der bislang zurückgekehrten Personen wissen die Sicherheitsbehörden relativ sicher, dass sie sich an Kämpfen beteiligt haben oder dazu ausgebildet wurden. Diese Verdächtigen stehen im Fokus polizeilicher und juristischer Ermittlungen.

(c-st/epd)