Ursula von der Leyen: Bundesverteidigungsministerin will in Berlin bleiben

Bundesverteidigungsministerin: Von der Leyen will in Berlin bleiben

Ein Platz in der nächsten Landesregierung in Niedersachsen wäre Ursula von der Leyen sicher. Spekulationen, dass es sie angesichts der politischen Krise in ihrer Heimat in die niedersächsische Landespolitik ziehen könnte, wies die Bundesverteidigungsministerin aber deutlich zurück.

"Mein Platz ist in Berlin", sagte von der Leyen der Onlineausgabe der "Passauer Neuen Presse". CDU-Landeschef Bernd Althusmann sei "ein hervorragender Spitzenkandidat". "Er hat Regierungserfahrung, kennt das Land wie seine Westentasche und wäre ein klasse Ministerpräsident für Niedersachsen", sagte von der Leyen.

Obwohl das Amt der Verteidigungsministerin ihr bisher schwerstes sei, will von der Leyen es auch nach der Bundestagswahl weiter ausüben. "Aus der Truppe kommt viel positive Resonanz für den Modernisierungsschub, den wir in den vergangenen vier Jahren für die Bundeswehr angestoßen haben", sagte sie zur Begründung. "Wir haben in dieser Legislatur eine klare Trendwende erreicht — die Bundeswehr hat wieder mehr Personal, der Materialstau wird aufgelöst und Gerät und Ausrüstung auf den Weg gebracht", sagte von der Leyen.

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Skandale in der Kaserne in Pfullendorf, rechtsextreme Umtriebe um den terrorverdächtigen Oberstleutnant Franco A. und zuletzt Todesfälle im Auslandseinsatz in Mali hatten die Amtszeit von der Leyens zuletzt belastet. Die CDU-Politikerin war unter Kanzlerin Angela Merkel bereits Familienministerin sowie Ministerin für Arbeit und Soziales.

(beaw/AFP/dpa)