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Urlaubsflüge: Bundesregierung wirft Flugbranche Fehlplanungen vor​

Hauptreisezeit : Bundesregierung wirft der gesamten Flugbranche Fehlplanungen vor

Lange Warteschlangen, ausgefallene Flüge, Gepäck-Chaos: Der Andrang zur Urlaubszeit war vorhersehbar, trotzdem fehlt Personal. Deshalb macht die Bundesregierung der Flugbranche Vorwürfe - und leitet Maßnahmen zur Schadenbegrenzung ein.

Die Koordinatorin der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus, Claudia Müller (Grüne), wirft der gesamten Luftverkehrsbranche wegen der langen Warteschlangen in Airports und tausendfach ausgefallener Flüge flächendeckend Fehler bei der Personalplanung vor. „Wir mussten alle lange pandemiebedingt aufs Reisen verzichten. Also wollen viele Menschen nun endlich wieder raus und ihre Ferien genießen. Das kann ich nur allzu gut verstehen. Dass so ein Zeitpunkt kommen würde, war auch nicht schwer vorherzusehen,“ sagte Müller der „Bild“. Es sei umso frustrierender, wenn nach den schwierigen Corona-Jahren nun die hohen Passagierzahlen gerade auf personelle Engpässe im Luftverkehr stießen. Es sei in der gesamten Flugbranche anscheinend zu erheblichen Fehlplanungen gekommen. „Das werden wir nicht alles sofort ausgleichen können, das gehört zur Wahrheit dazu.“

Die Bundesregierung habe aber reagiert, um die Situation zu entschärfen. Es sei geplant, kurzfristig Bodendienstleister und Fachkräfte aus dem Ausland einzustellen, ohne dabei die Sicherheits-, Sozial- und Arbeitsstandards zu vernachlässigen, ergänzt Müller.

In der Luftfahrt knirscht es zum Auftakt der Hauptreisezeit gewaltig, da fast überall nicht genug Personal für ein Verkehrsvolumen wie zu Spitzenzeiten von vor der Pandemie da ist. Auch Flughäfen haben mit Personalengpässen zu kämpfen. Reisende müssen sich auf lange Wartezeiten einstellen.

(peng/Reuters)