Landtagswahlen in Bayern und Hessen Neues Futter für die K-Frage bei der Union

Berlin · Die Union geht aus den Wahlen in Bayern und Hessen als Gewinnerin hervor, auch wenn die bayerische CSU hinter einem selbst gesteckten Ziel zurückbleibt. In ihren Attacken gegen die Ampel wird sich die Union bestätigt fühlen. Aber auch die parteiinterne Auseinandersetzung um die K-Frage dürfte an Fahrt gewinnen.

 Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU, l.) bleibt mit seiner CSU hinter dem historisch schlechten Wahlergebnis von 2018 noch zurück.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU, l.) bleibt mit seiner CSU hinter dem historisch schlechten Wahlergebnis von 2018 noch zurück.

Foto: dpa/Peter Kneffel

Markus Söder gewinnt – und kann doch nicht triumphieren. Nach der Schließung der Wahllokale am Sonntagabend sieht es für den bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef so aus, dass er den historisch schlechtesten Wert seiner CSU von 2018 (37,2 Prozent) knapp unterboten hat. Verhaltenes Lächeln, nickende Köpfe – an den Reaktionen der CSU-Anhänger bei der Wahlparty im bayerischen Landtag lässt sich ablesen, dass es für die Christsozialen ein schmerzliches Ergebnis ist. Diese Wahl sei „definitiv kein Erfolg für die CSU“, befindet dann auch die Politikwissenschaftlerin Ursula Münch. „Sie hat vom Denkzettel an die Ampel-Parteien nicht profitieren können.“