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Unicef: Millionen Menschen im eigenen Land auf der Flucht

Zwölf Millionen Kinder betroffen : Millionen Menschen laut Unicef im eigenen Land auf der Flucht

Durch Naturkatastrophen oder Konflikten und Gewalt im eigenen Land mussten im vergangene Jahr rund 33 Millionen Menschen fliehen. Das geht aus aktuellen Zahlen des HIlfswerks Unicef hervor. Die Zahl sei deutlich angestiegen.

Die Zahl der innerhalb ihres Landes vertriebenen Menschen ist nach UN-Angaben deutlich gestiegen. Im vergangenen Jahr hätten etwa 33 Millionen Menschen ihre Häuser verlassen und anderswo im eigenen Land Zuflucht suchen müssen, darunter zwölf Millionen Kinder, teilte das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Dienstag mit. Etwa 25 Millionen Menschen seien vor Naturkatastrophen geflohen, weitere 8,5 Millionen vor Konflikten und Gewalt.

Die Zahl der Menschen, die vor Krieg und Gewalt innerhalb ihres Landes fliehen mussten, ist laut Unicef-Bericht deutlich gestiegen. Vor zehn Jahren waren es etwa 25 Millionen, in den vergangenen fünf Jahren schon mehr als 40 Millionen. Mehr als 40 Prozent von ihnen seien jünger als 18.

Millionen geflohene Kinder seien schon allgemein nicht ausreichend geschützt, sagte Unicef-Direktorin Henrietta Fore. Die Corona-Pandemie setze sie zusätzlichen Gefahren aus. Ihnen fehle oft nicht nur die Grundversorgung, sie seien auch Gefahren wie Ausbeutung, Gewalt, Missbrauch, Kinderarbeit, Kinderhochzeiten und Trennung von der Familie preisgegeben.

(c-st/dpa)