Umfrage für den „Spiegel“ Mehrheit für Elterngeld-Streichung bei hohem Einkommen

Berlin · Die Einkommensgrenze für Beziehung des Elterngeldes soll auf die Hälfte gekürzt werden. Einer Umfrage zufolge finden zwei Drittel der Befragten das Vorhaben richtig.

Lisa Paus (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesfamilienministerin.

Lisa Paus (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesfamilienministerin.

Foto: dpa/Kay Nietfeld

Eine deutliche Mehrheit befürwortet einer Umfrage für den „Spiegel“ zufolge die geplante Elterngeld-Streichung für Familien mit besonders hohen Einkommen. Zwei Drittel (68 Prozent) bewerteten in der Civey-Umfrage das Vorhaben demnach als „eher richtig“ oder „eindeutig richtig“. 27 Prozent sind der Ansicht, er ist „eher falsch“ oder „eindeutig falsch“.

Im Zuge der Haushaltsplanung für das kommende Jahr und den von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) forcierten Ausgabenkürzungen zur Schuldenbegrenzung plant die Ampel das Elterngeld ab einem gemeinsamen zu versteuernden Einkommen von 150 000 Euro bei Paaren zu streichen. Die Grenze liegt bisher bei 300 000 Euro. Über das Vorhaben war in den vergangenen Tagen kontrovers diskutiert worden.

Das Elterngeld liegt im Haushalt des Bundesfamilienministeriums. Familienministerin Lisa Paus (Grüne) bedauert die Elterngeldkappung zwar. Ihr sei aber ein Kürzungsbeitrag vom Finanzministerium vorgeschrieben worden und sie habe unter all den schlechten Varianten die aus ihrer Sicht am wenigsten schlechte Variante gewählt, argumentiert sie.

(boot/dpa)