Thorsten Schäfer-Gümbel findet keinen „guten Grund“, um die SPD zu wählen

Vor Krisenklausur : Schäfer-Gümbel findet keinen „guten Grund“, um die SPD zu wählen

Vor der Krisenklausur der SPD-Spitze hat der Vizevorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel die Probleme der Partei auf eine programmatische Leere zurückgeführt.

„Wir haben ja tatsächlich in vielem keine erkennbare Position. Nicht mal im Parteivorstand“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. 64 Prozent wüssten nicht, wofür die SPD stehe - dabei seien 80 Prozent grundsätzlich bereit, die Sozialdemokraten zu wählen. „Sie brauchen nur mal einen guten Grund, und den gibt es eben nicht wirklich“, klagte der hessische Landesparteichef.

Schärfere Attacken und Pöbeleien gegen die Union würden das Problem kaum lösen, warnte Schäfer-Gümbel. „Die Antwort auf die vernichtenden Zahlen ist vor allem eine inhaltliche.“ Er forderte eine Erbschaftssteuerreform, um Bildung zu bezahlen, und eine Vermögenssteuer, um die Pflege zu finanzieren.

(csi/dpa)
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