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Wefgall lässt sich "angemessen kompensieren": Studie: Zivildienst ist in Deutschland verzichtbar

Wefgall lässt sich "angemessen kompensieren" : Studie: Zivildienst ist in Deutschland verzichtbar

Hamburg (RPO). Eine Aussetzung der Wehrpflicht und damit auch des Zivildienstes würde die soziale Infrastruktur in Deutschland einem neuen Gutachten zufolge nicht beeinträchtigen.

Laut einer Stellungnahme der Zentralstelle für Kriegsdienstverweigerer für das Bundesfamilienministerium ließe sich der Wegfall in den allermeisten Arbeitsbereichen "angemessen kompensieren", wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Samstag vorab berichtet.

Derzeit seien nur knapp 40.000 "Zivis" im Dienst, 1999 habe die Zahl noch bei über 145 000 gelegen. "Offensichtlich ist es gelungen, die sozialen Dienstleistungen, die vor gut zehn Jahren von über 100.000 Zivildienstleistenden erbracht wurden, zu ersetzen", heißt es in dem Papier.

Heute machten Zivildienstleistende nur noch gut ein Prozent der Beschäftigten bei gemeinwohlorientierten Einrichtungen in Pflegehilfe und Betreuungsdiensten aus.

Überschätzt wird nach Meinung des Geschäftsführers der Zentralstelle, Peter Tobiassen, auch der volkswirtschaftliche Nutzen des Dienstes. Würden von den bisher für den Zivildienst vorgesehenen 567 Millionen Euro im Bundeshaushalt nur 170 Millionen an die Bundesagentur für Arbeit gegeben, könnten damit Tobiassen zufolge 15.000 Ersatzarbeitskräfte finanziert werden.

(DDP/csi)