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Zwischen 1990 und 2002: Studie: Familien zahlten 33 Milliarden Euro "Kinderstrafsteuer"

Zwischen 1990 und 2002 : Studie: Familien zahlten 33 Milliarden Euro "Kinderstrafsteuer"

München (rpo). Laut einer Studie des Münchner ifo-Instituts wurden Familien mit Kindern in der Vergangeheit steuerlich massiv benachteiligt. Allein in den Jahren 1990 bis 2002 hätten sie demnach im Vergleich zu kinderlosen Paaren eine "Kinderstrafsteuer" in Höhe von 33 Milliarden Euro zahlen müssen.

Die notwendigen Aufwendungen für Kinder seien bei der Besteuerung nicht ausreichend berücksichtigt worden.

Als Berechnungsgrundlage zog das ifo-Institut heran, dass Familien mit Kindern wegen des höheren Verbrauchs auch mehr Verbrauchssteuern auf Strom, Brennstoffe und Benzin sowie Mehrwertsteuer zahlten. Das eigentlich steuerfreie Existenzminimum der Kinder sei ungerechtfertigt belastet worden.

Den Ergebnissen zufolge wurde die steuerliche Benachteiligung der Familien durch die Einführung der Freibeträge für Betreuung, Erziehung und Ausbildung beendet.

Das ifo-Institut sprach sich für weitere Maßnahmen zur Familienförderung aus, etwa Betreuungsmöglichkeiten außerhalb und innerhalb des Haushalts.