Streit um geplante Abtreibungsstudie: „Ein Skandal, für solchen Unsinn Millionen auszugeben“

Streit um geplante Abtreibungsstudie: „Ein Skandal, für solchen Unsinn Millionen auszugeben“

Zum Kompromiss im Streit um den Paragraphen 219a gehört auch eine geplante Studie zu den psychischen Folgen von Abtreibungen. Aus der SPD kommt jetzt scharfe Kritik an der Untersuchung und ihren Kosten.

„Ein Skandal, für solchen Unsinn Millionen auszugeben“, sagte der Bundestagsabgeordnete Florian Post der „Bild am Sonntag“.

Nach Informationen der „Bild am Sonntag“ aus Regierungskreisen erhält das CDU-geführte Gesundheitsministerium für die Untersuchung in den Haushaltsjahren 2020 bis 2023 jeweils 1,25 Millionen Euro zusätzlich. Das Ministerium wollte den Bericht am Sonntag nicht kommentieren.

Union und SPD hatten sich im Konflikt um den umstrittenen Paragrafen 219a auf einen Kompromiss geeinigt: Das von der SPD eigentlich abgelehnte Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche soll grundsätzlich bleiben, betroffene Frauen sollen über Abtreibungsmöglichkeiten aber besser informiert werden. Auch die umstrittene Studie war Teil des Kompromisses.

(jco/dpa)
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