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Stephan E. will in Prozess zunächst schweigen

Mutmaßlicher Lübcke-Mörder : Angeklagter Stephan E. will in Prozess zunächst schweigen

Der mutmaßliche Mörder von Walter Lübcke steht ab Dienstag in Frankfurt am Main vor Gericht. Doch zu Beginn der Verhandlung können die Richter nicht viel von Stephan E. erwarten. Er will nicht aussagen.

Im am Dienstag beginnenden Prozess um den mutmaßlich rechtsextrem motivierten Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke wird der Hauptangeklagte Stephan E. zunächst schweigen. "Der Mandant wird sich bis auf Weiteres nicht einlassen", sagte sein Verteidiger Mustafa Kaplan dem Magazin "Der Spiegel" laut Vorabmeldung vom Freitag. E. wird vorgeworfen, den nach Äußerungen in der Flüchtlingskrise aus der rechten Szene massiv angefeindeten Lübcke vor gut einem Jahr auf der Terrasse seines Wohnhauses erschossen zu haben.

Der Prozess läuft vor dem hessischen Oberlandesgericht in Frankfurt am Main. Angeklagt ist auch ein mutmaßlicher Komplize, der bei der Tat ebenfalls anwesend gewesen sein soll. In dem Verfahren geht es zudem um den versuchten Mord an einem irakischen Asylbewerber im Jahr 2016.

(mja/AFP)