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SPD-Kanzlerkandidat spricht über seine Ziele: Steinbrück will Mindestlohn schnell einführen

SPD-Kanzlerkandidat spricht über seine Ziele : Steinbrück will Mindestlohn schnell einführen

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat für den Fall eines Wahlsiegs einen Ausblick auf seine Vorhaben in den ersten 100 Tagen als Regierungschef gegeben. Die Chancen seiner Partei bei der Bundeswahl schätzt er als gut ein.

Steinbrück will nach einem möglichen Sieg bei der Bundestagswahl zügig das Betreuungsgeld abschaffen. In den ersten drei Monaten nach der Wahl wolle er außerdem einen Mindestlohn einführen und die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern gesetzlich regeln, sagte Steinbrück der "Bild am Sonntag".

Die SPD kümmere sich "um die Fragen, die die Menschen beschäftigen". Dazu zählten etwa Pflege, Kinderbetreuung und Altersvorsorge.

Gut vier Monate vor der Bundestagswahl zeigte sich Steinbrück zuversichtlich zu den Chancen seiner Partei. Die Popularitätswerte von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrer Regierung seien "sehr schlecht", sagte er .

Diese Beurteilung sei gerechtfertigt. Merkel agiere "als bloße Moderatorin von Politik" mit einem "ungenügenden Kabinett" und einer zerstrittenen Koalition, urteilte Steinbrück.

Die Kanzlerin sei anders als ihre Vorgänger Helmut Schmidt und Gerhard Schröder (beide SPD) "nicht bereit, für eine mutige wegweisende Politik ihr Amt zu riskieren", kritisierte der Sozialdemokrat.

Hier geht es zur Infostrecke: Das Wahlprogramm der SPD für 2017

(AFP/csi)