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Vor der Bundestagswahl im September: Steinbrück will mindestens zwei TV-Duelle mit Merkel

Vor der Bundestagswahl im September : Steinbrück will mindestens zwei TV-Duelle mit Merkel

Trotz des gigantischen Rückstandes in den aktuellen Umfragen von SPD-Spitzenkandidat Peer Steinbrück strebt dieser im Bundestagswahlkampf mehrere Fernsehduelle mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an.

Er werde "sehr stark dafür plädieren, dass es mindestens zwei Duelle mit Frau Merkel gibt", sagte Steinbrück am Mittwoch in Berlin. Man werde sehen, "ob sie sich darauf einlässt oder ob sie kneift", betonte er.

Die SPD werde die Auseinandersetzung mit Schwarz-Gelb auf dem gesellschaftspolitischen Feld suchen. Steinbrück machte klar, dass die Themen, auf die er im Wahlkampf setzen werde, "auf eine Umverteilung" herausliefen. In den vergangenen 15 Jahren habe eine Umverteilung "stramm von unten nach oben stattgefunden", sagte der SPD-Politiker. Diese Entwicklung gelte es zu stoppen.

Als ein Beispiel nannte er die Finanzausstattung der Kommunen. Wenn ganze Stadtviertel abstürzten, dürfe dies niemanden kalt lassen. Den sozial bessergestellten Menschen in Essen-Bredeney oder München-Bogenhausen wolle er "vermitteln, dass sie von den Folgekosten betroffen seien".

Steinbrück bekräftigte, dass mit ihm eine große Koalition nicht zu machen sei. "Ich stehe für eine große Koalition nicht zur Verfügung", betonte er. Zugleich verwies er darauf, dass Wählerstimmen für die Linkspartei oder die Piraten "verlorene Stimmen für einen politischen Richtungswechsel" mit Rot-Grün seien.

Der Kanzlerkandidat kündigte an, bis zum Wahlprogrammparteitag am 14. April werde er "auch in Europa viel reisen". So werde er am Sonntag zu politischen Gesprächen in die Hauptstädte Irlands und Großbritanniens - Dublin und London - reisen. Ferner werde er in die griechische Hauptstadt Athen reisen sowie in der niederländischen Hauptstadt Den Haag unter anderen den niederländischen Außenminister Frans Timmermans treffen. Eine Woche später werde er nach Brüssel fahren.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Peer Steinbrück

(APD/felt/nbe)