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Zu Studentenzeiten: Steinbrück im Visier des Verfassungsschutzes

Zu Studentenzeiten : Steinbrück im Visier des Verfassungsschutzes

Berlin (RPO). Finanzminister Peer Steinbrück befand sich in den 70-er Jahren eine Zeit lang im Visier des Bundesverfassungsschutz und bekam aus diesem Grund einen Job nicht, den er haben wollte. Zu Unrecht, wie er bei "Beckmann" in der ARD sagte.

In seiner Studentenzeit habe er in einer Kieler Wohngemeinschaft gelebt: "Vor uns wohnten offenbar mal sehr radikale Vertreter des damaligen SDS dort."

So sei offenbar der Verdacht entstanden, dass in der Wohnung ein angebliches RAF-Mitglied untergekommen sei: "Und dann haben am 31. Mai 1972 morgens um 5.30 Uhr 16 oder 17 Polizeibeamte unsere Wohnung gestürmt."

Die Lage sei brenzlig gewesen. Wenn erkennbar junge Polizisten einem die Maschinenwaffe auf den Bauch richteten und zuvor in Hamburg ein Polizist erschossen wurde, dann sei das "eine Situation, wo beide erkennbar nervös" seien.

Aktion und Verdacht seien unsinnig gewesen. Dennoch sei er Opfer des Radikalenerlasses geworden. Eine von ihm angestrebte Stelle im Bundesbauministerium habe er nicht bekommen, weil er vom Verfassungsschutz als Sicherheitsrisiko eingestuft worden sei.

(ap)