Weiterer Rückschlag für SPD-Kanzlerkandidat: Steinbrück-Berater wird ungewollt in den Ruhestand geschickt

Weiterer Rückschlag für SPD-Kanzlerkandidat : Steinbrück-Berater wird ungewollt in den Ruhestand geschickt

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück muss erneut einen schweren Dämpfer hinnehmen. Sein Wahlkampfleiter Heiko Geue wird gegen den eigenen Willen von der Landesregierung in Sachsen-Anhalt als Beamter in den einstweiligen Ruhestand versetzt, wie ein Sprecher von Landesfinanzminister Jens Bullerjahn (SPD) am Freitag mitteilte.

"Eine rechtlich unstrittige Lösung gemeinsam mit Herrn Geue konnte nicht gefunden werden", zitierte der Sprecher den Minister. "Das Vertrauensverhältnis ist damit gestört." Daher sei keine andere Möglichkeit geblieben als die Versetzung Geues in den einstweiligen Ruhestand. Bullerjahn habe Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) im Laufe des Tages gebeten, Geue in den einstweiligen Ruhestand zu versetzen, sagte der Sprecher.

Geue ist ein enger Vertrauter Steinbrücks und war fünf Jahre lang Finanzstaatssekretär in Sachsen-Anhalt. Im Herbst vorigen Jahres hatte er sich für Steinbrücks Wahlkampf beurlauben lassen. Am Donnerstag war bekanntgeworden, dass ein Rechtsgutachten des Landtages in Magdeburg zu der Einschätzung kam, dass seine Beurlaubung nicht im öffentlichen Interesse gewesen sei und damit nicht den Vorschriften entsprochen habe. Geue hatte nach der Pannenserie um Steinbrück zuletzt in der Wahlkampfzentrale an Einfluss verloren. War er zunächst "Operativer Wahlkampfleiter", ist er nun nur noch Leiter der "Kampagne Kanzlerkandidat". Die Wahlkampfleitung liegt nun bei Generalsekretärin Andrea Nahles.

(REU/felt)