Kleiner Parteitag am Samstag: SPD will neues Rentenkonzept beschließen

Kleiner Parteitag am Samstag : SPD will neues Rentenkonzept beschließen

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles hält das neue Rentenkonzept ihrer Partei für eine Kurskorrektur, aber nicht für eine generelle Richtungsänderung. "Aus meiner Sicht ist es keine Rolle rückwärts."

Das sagte Nahles am Samstag vor dem Konvent ihrer Partei im Deutschlandfunk. "Man darf sich auch selber auf den Prüfstand stellen und gucken, wie die Gesetze, die man gemacht hat wirken." Die Rentenformel wolle ihre Partei nicht ändern, stellte die SPD-Politikerin klar.

Die SPD will am (heutigen) Samstag bei einem kleinen Parteitag ihr überarbeitetes Rentenkonzept beschließen. Kernelemente sind eine Solidarrente von mindestens 850 Euro und die abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren Arbeit.

Mit dem Konzept wollen die Sozialdemokraten auch ihren parteiinternen Streit über die Rente mit 67 beilegen. Der Kompromissvorschlag sieht vor, im Jahr 2020 Beitragssätze und Rentenniveau zu überprüfen.

Nahles sagte, die bisherigen Lösungen seien zu starr. Viele Arbeitnehmer insbesondere mit körperlich oder psychisch stark belastenden Berufen könnten nicht bis zum Alter von 67 Jahren arbeiten. "Ich finde es souverän, wenn wir sagen, wir korrigieren da, wo es nötig wird", sagte die Generalsekretärin.

(APD)