SPD: "Schulz-Effekt" bringt SPD über 10.000 neue Mitglieder

Rückmeldung aus Ortsvereinen : "Schulz-Effekt" bringt SPD über 10.000 neue Mitglieder

Die Benennung von Martin Schulz als Kanzlerkandidat Ende Januar hat nach Angaben der SPD noch größere Auswirkungen als bislang bekannt: Binnen fünf Wochen traten über 10.000 Menschen neu in die Partei ein.

Das sagte ein SPD-Sprecher den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Donnerstag. Bislang hatten die Sozialdemokraten nur die Eintritte über das Internet zentral erfasst und waren auf dieser Grundlage noch Mitte Februar von etwa 6000 neuen Mitgliedern ausgegangen.

Nun kamen auch die Rückmeldungen aus den Ortsvereinen hinzu. Die Gesamtmitgliederzahl der SPD beträgt dem Bericht zufolge zum Stichtag 28. Februar nun 438.829, das sind den Angaben zufolge mehr als bei der CDU. Rund 40 Prozent der Neu-Mitglieder sind nach Parteiangaben jünger als 35 Jahre.

Die SPD hat seit der Schulz-Nominierung auch in Umfragen deutlich zugelegt. Sozialdemokraten und Christdemokraten hatten zuletzt gleichermaßen mit Mitgliederschwund und Überalterung zu kämpfen.

(isw/AFP)