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Kölner Abgeordneter wirbt für seine Facebook-Seite: SPD: Sammel-E-Mail sorgt für Ärger

Kölner Abgeordneter wirbt für seine Facebook-Seite : SPD: Sammel-E-Mail sorgt für Ärger

Beim Wahlkampf läuft es derzeit nicht rund für die SPD. Kurz nach Bekanntwerden einer Panne bei den Wahlplakaten – sie entpuppten sich als nicht wasserfest – muss die Partei neuen Spott ertragen: Auslöser ist der Kölner Bundestagsabgeordnete Rolf Mützenich.

Beim Wahlkampf läuft es derzeit nicht rund für die SPD. Kurz nach Bekanntwerden einer Panne bei den Wahlplakaten — sie entpuppten sich als nicht wasserfest — muss die Partei neuen Spott ertragen: Auslöser ist der Kölner Bundestagsabgeordnete Rolf Mützenich.

Der 54-Jährige hatte gehofft, seinen Wahlkampf mit einem Facebook-Profil aufzupeppen. In einer E-Mail an die Mitarbeiter des Bundestages warb der SPD-Politiker darum, auf seiner Seite den "Gefällt mir"-Button anzuklicken. Allerdings beschränkte sich der von Mützenich ausgewählte E-Mail-Verteiler nicht nur auf die Abgeordneten-Kollegen und Mitarbeiter der SPD, sondern ging gleich an die Adressen der Beschäftigten aller Bundestagsabgeordneten.

Entsprechend hämisch fiel die Reaktion aus, die Mützenich wenig später erhielt: "Hahaha, da wollen Sie sich es aber leicht machen. Von mir leider kein Like :-)", schrieb etwa die Referentin des FDP-Abgeordneten Werner Simmling. Ähnlich reagierten wissenschaftliche Mitarbeiter der CDU.

Ein Mitarbeiter der Drogenbeauftragten Mechthild Dyckmans (FDP) kommentierte süffisant: "Lustig ist, dass sich die SPD momentan für einen verstärkten Datenschutz einsetzt, aber dann für die Werbung eines Facebook-Accounts eines einzelnen Abgeordneten den E-Mail-Verteiler ,an alle Abgeordneten-Mitarbeiter' gebraucht. Sehr glaubwürdig."

Der Gescholtene nahm es mit Humor. Er schrieb bei Facebook: "Wer den Schaden hat..." Viel gebracht hat ihm die E-Mail übrigens nicht: Die Zahl seiner Facebook-Freunde lag am Freitag bei für eine öffentliche Person niedrigen 700.

(maxi)