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Wählergunst: SPD rutscht noch tiefer in den Keller

Wählergunst : SPD rutscht noch tiefer in den Keller

Mainz (RPO). In der ersten großen Umfrage des neuen Jahres ist die SPD in der Wählergunst weiter deutlich abgesackt. Demnach verloren die Genossen drei Prozent und erreichen derzeit lediglich 29 Prozent. Die Union bleibt mit 45 Prozent auf hohem Niveau. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) führt auch die persönliche Hitliste an.

Die FDP büßte nach den Daten des ZDF-Politbarometers einen Prozentpunkt ein und kam auf sechs Prozent, die Linke legte einen Punkt zu auf acht Prozent. Die Grünen verloren ebenfalls einen Punkt und lagen bei sieben Prozent.

Wenn schon am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden längerfristige Überzeugungen und koalitionstaktische Überlegungen eine etwas größere Rolle spielen. Bei der sogenannten Sonntagsfrage käme die Union auf 42 Prozent (plus eins), die SPD auf 30 Prozent (minus eins), die FDP erhielte unverändert sieben Prozent, die Linke unverändert neun Prozent. Die Grünen kämen auf sieben Prozent (minus eins).

Kanzlerin Angela Merkel vor Vizekanzler Steinmeier

Die Politikerrangliste führte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an, sie erhielt auf der von plus fünf bis minus fünf reichenden Skala unverändert den Wert von 1,9. Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD) büßte seinen Spitzenplatz vom Dezember ein und erhielt nur noch einen Wert von 1,7 (zuvor 2,0). Platz drei belegte Ex-Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) mit 1,4 (zuvor 1,8), gefolgt von Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) mit 1,3 (zuvor 1,5).

Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) kam auf einen Wert von 0,9 (zuvor 1,0), Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) auf 0,6 (zuvor 0,8). SPD-Chef Kurt Beck erreichte nur noch einen Wert von 0,5 (zuvor 0,8). Platz acht belegte Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit 0,3 (zuvor 0,4) vor FDP-Chef Guido Westerwelle mit 0,0 (zuvor 0,1). Schlusslicht war erneut Linken-Chef Oskar Lafontaine mit minus 1,3 (Dezember minus 1,1).

Zur Bekämpfung der Jugendkriminalität hielten 54 Prozent aller Befragten die Verschärfung von Gesetzen für notwendig. 42 Prozent meinten, dass die bestehenden Gesetze dafür ausreichten. Dabei fiel laut Politbarometer auf, dass die Forderung nach einer Verschärfung der Gesetze um so häufiger unterstützt wurde, je jünger die Befragten waren.

Nur 50 Prozent der über 60-Jährigen waren demnach für härtere Maßnahmen, während sich bei den unter 30-Jährigen mehr als 60 Prozent dafür aussprachen. Die Anhänger der CDU/CSU (60 Prozent) und der FDP (52 Prozent) waren häufiger dafür als die der SPD (45 Prozent), der Linken (35 Prozent) und der Grünen (21 Prozent).

Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen befragte für das Politbarometer zwischen Dienstag und Donnerstag 1280 Wahlberechtigte.

Hier geht es zur Infostrecke: Gute Arbeit: Das Programm der SPD

(afp)