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Neue Umfrage: SPD klettert auf 30 Prozent

Neue Umfrage : SPD klettert auf 30 Prozent

Köln (RPO). Für die Sozialdemokraten geht es langsam bergauf: In der Sonntagsfrage des ARD-Deutschlandtrends hat die SPD im Vergleich zum Vormonat zwei Punkte zugelegt und erreicht nun 30 Prozent der Stimmen. Die Union verlor dagegen einen Punkt und kam auf 39 Prozent, wie der Sender am Donnerstag mitteilte.

FDP und Grüne erreichten unverändert neun Prozent, die Linke büßte zwei Punkte ein und kam ebenfalls auf neun Prozent. Zugleich stieg die Zustimmung zur politischen Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier.

Beide steigerten ihre Zustimmungswerte gegenüber dem Vormonat um vier Punkte auf 70 Prozent und stehen damit weiter gemeinsam an der Spitze der Popularitätsliste. In der Direktwahlfrage liegt Angela Merkel allerdings weiter klar vor dem Außenminister: Könnten die Deutschen den Bundeskanzler direkt wählen und würde Steinmeier für die SPD antreten, würden sich 54 Prozent für die Amtsinhaberin und 33 Prozent für ihren Minister entscheiden. Gegen den SPD-Vorsitzenden Kurt Beck würde Merkel sogar mit 62 zu 22 Prozent gewinnen.

Selbst unter den SPD-Anhängern würde die Bundeskanzlerin mit einer relativen Mehrheit von 45 Prozent gewinnen, Beck käme nur auf 37 Prozent. Im Vergleich Steinmeier und Merkel würde sich dagegen eine Mehrheit der SPD-Anhänger (58 Prozent) für den Außenminister entscheiden, 35 Prozent wären für die Bundeskanzlerin.

SPD sollte Regierungsbündnisse mit Linkspartei prüfen

Vor den bevorstehenden Landtagswahlen in Niedersachsen und Hessen sind 62 Prozent der Deutschen der Ansicht, dass die SPD im Einzelfall prüfen sollte, ob sie eine Koalition mit der Linken eingeht. Nur 35 Prozent meinen, dass die SPD grundsätzlich kein solches Regierungsbündnis eingehen sollte. Bei den SPD-Anhängern finden mehr als zwei Drittel (67 Prozent), dass eine Koalition mit der Linken im Einzelfall geprüft werden sollte, bei den Anhängern der Grünen sind es 83 Prozent.

Rund 73 Prozent der Befragten äußerten die Meinung, die Linke löse zwar keine Probleme, nenne diese aber wenigstens beim Namen. Zugleich erklärten 45 Prozent, die Partei setze sich stärker als alle anderen für sozial Schwache ein. Nach Ansicht von 34 Prozent der Befragten ist es Zeit, dass die Linke auch im Westen in weitere Landesparlamente einzieht. Nur 19 Prozent erklärten, die Partei habe bewiesen, dass sie regierungsfähig sei.

Für die Umfrage im Auftrag der ARD hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Mittwoch 1.500 Wahlberechtigte telefonisch befragt.

(ap)