Sonntagstrend: Union kann nach Wahl Kramp-Karrenbauers weiter zulegen

Sonntagstrend : Union kann nach Wahl Kramp-Karrenbauers weiter zulegen

Die Union hat nach der Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur neuen CDU-Vorsitzenden im aktuellen Sonntagstrend weiter zugelegt. Aber auch die Grünen legen zu.

In der Emnid-Umfrage für die "Bild am Sonntag" erreichten CDU und CSU 30 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche. Die Grünen kamen in der Umfrage mit einem Anstieg um ebenfalls einen Punkt auf 20 Prozent.

Unverändert blieben die Werte von SPD (15 Prozent) und AfD (14 Prozent), sowohl FDP als auch Linkspartei verloren einen Prozentpunkt und kommen nun auf jeweils acht Prozent.

Für die repräsentative Umfrage wurden zwischen dem 6. und dem 12. Dezember insgesamt 1997 Menschen befragt, welche Partei sie wählen würden, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre.

Eine Kanzlerkandidatur Kramp-Karrenbauers würde laut einer weiteren Emnid-Umfrage für die "Bild am Sonntag" für die Union die Chance auf Stimmen aus dem linken Spektrum erhöhen. Ein Kanzlerkandidat Friedrich Merz dagegen könnte vor allem AfD-Wähler zurückgewinnen.

Demnach gaben 41 Prozent der AfD-Wähler an, ein Kanzlerkandidat Friedrich Merz würde sie bestärken, die Union zu wählen. Nur 15 Prozent würden sich durch Merz abgeschreckt fühlen. Bei Kramp-Karrenbauer fänden nur sieben Prozent der AfD-Wähler die Union attraktiver als derzeit, 33 Prozent unattraktiver.

Umgekehrt sieht es bei den Anhängern von SPD und Grünen aus. Hier könnten sich 20 beziehungsweise 25 Prozent vorstellen, eine Union mit der neuen CDU-Chefin als Spitzenkandidatin zu wählen - bei Friedrich Merz sind es jeweils nur neun Prozent der SPD- und Grünen-Anhänger.

Stärker punkten kann Kramp-Karrenbauer laut der Umfrage auch im eigenen Lager: 39 Prozent der Unions-Anhänger würden sich mit ihr als Kanzlerkandidatin bestärkt fühlen, für CDU oder CSU zu stimmen, nur 15 Prozent schreckt sie ab. Bei Merz sind es 31 gegenüber 24 Prozent.

Der Rest gab an, der Kanzlerkandidat habe keinen Einfluss auf ihre Wahlentscheidung oder wollte keine Angabe machen.

Für diese Umfrage wurden am 12. und 13. Dezember insgesamt 1007 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger befragt.

(felt/AFP)
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