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Söder zeigt sich besorgt über möglichen Abzug von US-Soldaten

„Kein großer Vertrauensbeweis“ : Söder zeigt sich besorgt über möglichen Abzug von US-Soldaten

Die Bundesregierung hat nach Angaben des bayerischen Ministerpräsidenten bislang noch keine offiziellen Informationen erhalten. Dennoch beunruhigen die Medienberichte über einen möglichen Abzug von US-Streitkräften aus Deutschland CSU-Chef Markus Söder.

Sollte es tatsächlich dazu kommen, wäre dies „sehr, sehr schade und kein großer Vertrauensbeweis für die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den USA“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag im „Morning Briefing“ des Journalisten Gabor Steingart. Angesichts der gemeinsamen Werte und der Vergangenheit sowie der „eigentlich sehr engen und guten Sicherheitspartnerschaft“ wäre es angemessen, wenn beide Seiten über solche Fragen „im Vertrauen sprechen“ und Deutschland es nicht über die Medien erfahre, erklärte er.

US-Präsident Donald Trump plant nach Medienberichten einen drastischen Abbau der US-Truppen in Deutschland. So hatte das „Wall Street Journal“ unter Bezug auf ungenannte US-Regierungsvertreter berichtet, Trump habe das Pentagon angewiesen, die Präsenz in Deutschland von derzeit 34 500 Soldaten um 9500 zu reduzieren. Außerdem solle eine Obergrenze von 25.000 US-Soldaten eingeführt werden, die gleichzeitig in Deutschland anwesend sein könnten. Die Bundesregierung hatte auf die Berichte mit Bedauern und teilweise mit Unverständnis reagiert.

Söder betonte, er selbst und auch die Bundesregierung hätten bislang keine offiziellen Informationen zu dem Vorgang. „Es wird viel spekuliert, jetzt warten wir mal ab“, sagte er. Über den Abzug von US-Soldaten sei ja immer wieder spekuliert worden, dies bedauere er sehr. Eigentlich gebe es ja ein sehr gutes Miteinander.

(anst/dpa)