Sigmar Gabriel: Laut Umfrage würde ihn kaum einer direkt wählen

Umfrage : Kaum einer würde Sigmar Gabriel direkt zum Kanzler wählen

SPD-Chef Sigmar Gabriel hätte einer Umfrage zufolge heute kaum eine Chance, als Kanzler direkt gewählt zu werden. Nur knapp jeder zehnte Deutsche würde bei einer Direktwahl für den Bundeswirtschaftsminister abstimmen.

Im "stern-RTL-Wahltrend" fiel Gabriel um zwei Punkte auf elf Prozent zurück und erreichte damit seinen bislang niedrigsten Wert. Demgegenüber käme die am Dienstag als CDU-Chefin wiedergewählte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einer Direktwahl der Regierungschefin auf 58 Prozent - 47 Punkte mehr als Gabriel.

Der SPD-Chef "drückt damit die Werte seiner Partei gleich mit nach unten", sagt Forsa-Chef Manfred Güllner. "Jetzt will er wirtschaftsfreundlich sein, nachdem er im vergangenen Wahlkampf auf Umverteilung gesetzt hatte - einen solchen Zickzackkurs nehmen ihm die Wähler übel."

Bei den Parteienpräferenzen gibt es in der Umfrage keine Veränderungen: Die Unionsparteien CDU/CSU bleiben bei 41 Prozent, die SPD verharrt weiter bei 24 Prozent. Die Grünen kommen wieder auf elf Prozent, die Linke auf neun Prozent. Die AfD liegt weiter bei sechs, die FDP bei zwei Prozent. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen sieben Prozent.

Das Forsa-Institut befragte vom 1. bis 5. Dezember 2503 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden.

(AFP)