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Politbarometer: Schwarz-Gelb stürzt noch tiefer ins Umfrageloch

Politbarometer : Schwarz-Gelb stürzt noch tiefer ins Umfrageloch

Berlin (RPO). Ein Jahr nach dem Wahlsieg von Union und FDP erreicht die schwarz-gelbe Koalition in der Wählergunst ein Rekordtief. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen CDU und CSU nach dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer nur noch auf 31 Prozent der Stimmen und verlören damit erneut einen Prozentpunkt.

Dies sei der schlechteste Wert für die Union in der Geschichte des seit 1977 erhobenen Politbarometers, teilte das ZDF mit. Die FDP verharrt mit unverändert fünf Prozent im Umfragetief. Bei der Bundestagswahl am 23. September 2009 hatte die Union 33,8 Prozent der Stimmen erhalten, die FDP 14,6 Prozent.

Die SPD liegt mit 30 Prozent nur noch einen Punkt hinter der Union. Wie auch in anderen Umfragen steigen die Grünen auf einen neuen Rekordwert. Sie könnten mit 19 Prozent (plus zwei Punkte) rechnen, in der politische Stimmung kommen sie gar auf 22 Prozent und verbessern sich damit um fünf Punkte. Die Linkspartei würde neun Prozent der Stimmen erhalten.

Fast zwei Drittel der Befragten (60 Prozent) ist mit der Arbeit der Bundesregierung unzufrieden. Lediglich 34 Prozent vertraten die Ansicht, die schwarz-gelbe Koalition mache ihre Arbeit eher gut. 64 Prozent sprachen sich dafür aus, die CDU solle sich mehr in Richtung soziale Sicherheit entwickeln.

Die Liste der zehn wichtigsten Politiker führt weiter Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) an, gefolgt von SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sowie Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Kanzlerin Angela Merkel (CDU) liegt auf Platz fünf, danach folgt SPD-Chef Sigmar Gabriel.

Für das Politbarometer befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom 21. bis 23. September 1227 Wahlberechtigte.

Hier geht es zur Infostrecke: Diese Streitthemen beherrsch(t)en Schwarz-Gelb

(RTR/sdr)