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Schutzmasken: Bundesregierung will Herstellung mit 40 Millionen fördern

Medienbericht : Bundesregierung will Schutzmaskenherstellung im Inland mit 40 Millionen fördern

In medizinschen Masken filtert ein speziell gefertigter Vliesstoff die Atemluft. Dessen Produktion in Deutschland will die Bundesregierung vorantreiben. Doch es gibt einen Haken.

Die Bundesregierung will deutsche Hersteller von medizinischen Schutzmasken gegen das Coronavirus Medienberichten zufolge mit 40 Millionen Euro fördern. Das geht nach Angaben von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR vom Mittwoch aus einem Regierungsdokument hervor. Bis die deutsche Industrie dazu in der Lage ist, dürften demnach aber Monate vergehen, da es einen Engpass bei der Herstellung von Vliesstoff gibt.

Für medizinische Schutzmasken sei als "Herzstück" Vliesstoff notwendig, der im "Meltblown-Verfahren" hergestellt werde, zitieren die Medien aus dem Regierungsdokument. Meltblown-Vliesstoffe, die in der Maske als Filter dienen, bestehen demnach aus vielen Lagen feiner Fasern, die auch kleinste Partikel aus dem Zustrom der Atemluft zuverlässig herausfiltern.

Die Bundesregierung will den Berichten zufolge nun deutsche Meltblown-Vlies-Produzenten mit Fördermitteln in Höhe von 40 Millionen Euro dazu bringen, ihre Produktion auszubauen. Allerdings gehe aus dem Regierungsdokument hervor, dass der Aufbau eines entsprechenden Maschinenparks drei bis vier Monate dauere. Deutschland werde deshalb voraussichtlich bei Schutzmasken guter Qualität noch länger von Lieferungen aus China abhängig sein.

(peng/AFP)