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Familienministerin will sparen: Schröder will nur ein Jahr Betreuungsgeld zahlen

Familienministerin will sparen : Schröder will nur ein Jahr Betreuungsgeld zahlen

Berlin (RPO). Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will das von der CSU durchgesetzte Betreuungsgeld statt der geplanten 24 Monate nur noch ein Jahr lang auszahlen. "Ich finde, wir müssen angesichts der angespannten Haushaltslage eine gewisse Bescheidenheit an den Tag legen", sagte Schröder in einem Interview.

Daher nehme sie nun "erst einmal nur das zweite Lebensjahr in den Blick". "Wenn wir das zum Wohle der Eltern schaffen, bin ich angesichts der Finanzlage schon sehr froh", fügte die Ministerin gegenüber der "Bild am Sonntag" hinzu.

Das Betreuungsgeld soll nach dem Willen der CSU an Eltern gezahlt werden, die ihre Kleinkinder nach der Elternzeit weiter zu Hause betreuen, statt eine Kinderkrippe oder eine Tagesmutter in Anspruch zu nehmen. Laut Koalitionsvertrag von Union und FDP sind monatliche Zahlungen von 150 Euro für Kinder von ein bis drei Jahren vorgesehen. Das Vorhaben stößt in Reihen von CDU und FDP jedoch auf Vorbehalte, die Opposition lehnt es ab.

Schröder will das geplante Betreuungsgeld zudem nicht nur auf Eltern beschränken, die ihre Kinder komplett zu Hause lassen. Sie will es auch an Eltern zahlen, die in Teilzeit arbeiten und die Kinder teilweise betreuen lassen. "Wir wollen Paare unterstützen, die auch nach der Elternzeit entweder ganz auf Erwerbstätigkeit verzichten oder sie stark reduzieren", sagte die Ministerin der "BamS". Damit wolle sie verhindern, "dass wir Teilzeitbeschäftigte gegen Hausfrauen ausspielen. Immerhin verzichten beide zugunsten der Familie auf Einkommen und berufliches Vorankommen."

(AFP/felt)