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Missbrauchsprävention: Schröder stellt Bedingungen für staatliche Gelder

Missbrauchsprävention : Schröder stellt Bedingungen für staatliche Gelder

Berlin (RPO). Familienministerin Kristina Schröder (CDU) will zur Vorbeugung von Kindesmissbrauch die Vergabe von Geldern an die Einhaltung bestimmter Kriterien knüpfen. Die Arbeitsgruppe Prävention des Rundes Tisches gegen Kindesmissbrauch verständigte sich nach Angaben der Ministerin am Dienstag unter anderem darauf, dass Kindertagesstätten, Schulen und Vereine künftig eine Gefährdungsanalyse vorlegen und Ansprechpartner für Betroffene benennen sollen.

Gelder vom Staat sollten künftig nur noch dann gezahlt werden, "wenn dies als Mindestvoraussetzung vorliegt", unterstrich Schröder, die die Arbeitsgruppe leitet. Die von Schröder genannten Standards sollen für alle Einrichtungen gelten, "in denen eine bestimmte Nähe zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen besteht" und "so verbindliche wie möglich" sein. In der Gefährdungsanalyse solle dargelegt werden, in welchen Situationen eine Gefährdung für Kinder und Jugendliche bestehe, also etwa beim Duschen oder bei Übernachtungen.

Sie sollen regelmäßig aktualisiert werden. Bei den Ansprechpartnern sei entscheidend, dass sie allgemein bekannt seien. "So, wie es klar ist, wie man sich verhält, wenn es brennt, so muss auch klar sein, an wen man sich wendet, wenn es solche Vorfälle gibt." Im konkreten Verdachtsfall sollten externe Berater hinzugezogen werden.

Die Vorschläge der Arbeitsgruppe sollen dem Runden Tisch unterbreitet werden. Die nächste Sitzung des Rundes Tisches soll im Herbst stattfinden. Ende des Jahres wird ein Zwischenergebnis erwartet.

(DDP/awei)