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Harte Linie für die Sicherheit: Schäuble: Eigene Geschichte ohne Einfluss

Harte Linie für die Sicherheit : Schäuble: Eigene Geschichte ohne Einfluss

Berlin (RPO). Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) wehrt sich gegen die harsche Kritik an seinen sicherheitspolitischen Vorschlägen. Insbesondere wies er Spekulationen zurück, der Grund für sein hartes Vorgehen liege in seinem persönlichen Schicksal. Schäuble sitzt seit einem Attentat im Jahr 1990 im Rollstuhl.

"Das hat mit meinem persönlichen Schicksal ... überhaupt nichts zu tun ... Das hat mich eher gelassener gemacht", sagte der CDU-Politiker laut einem am Donnerstagabend vorab veröffentlichten Interview mit dem "heute-journal" des ZDF.

Schäuble war am 12. Oktober 1990 bei einer Wahlveranstaltung in Oppenau von einem psychisch kranken Mann angeschossen und lebensgefährlich verletzt worden. Er sitzt seitdem im Rollstuhl.

"Ich spüre die Verantwortung als Innenminister für die Sicherheit unseres Landes", sagte Schäuble weiter. Er versuche, seine Arbeit ohne jede Hysterie zu machen. "Ich versuche, den Menschen nicht dauernd Angst und Besorgnis einzureden. Aber wir müssen natürlich Entwicklungen in der Welt, Bedrohungen und veränderte technologische Möglichkeiten der Bedrohung wahrnehmen und uns darauf angemessen vorbereiten."

Schäuble hatte zuvor erklärt, das Prinzip der Unschuldsvermutung dürfe bei der Abwehr terroristischer Gefahren nicht gelten. Politiker des Koalitionspartners SPD und der Opposition reagierten mit massiver Kritik. Ein "Klärungsgipfel" im Kanzleramt soll jetzt die Wogen glätten.

(ap)