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6000-Euro-Gespräche: Rüttgers bestreitet Vorwurf der Käuflichkeit

6000-Euro-Gespräche : Rüttgers bestreitet Vorwurf der Käuflichkeit

Düsseldorf (RPO). Der nordrhein-westfälische CDU-Vorsitzende und Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat den Vorwurf zurückgewiesen, für finanzkräftige Sponsoren des CDU-Landesparteitages käuflich zu sein. "Die Unterstellungen sind, was mich betrifft, absurd und völlig unzutreffend", erklärte Rüttgers am Sonntag in Düsseldorf.

Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtete, belegen Briefe der NRW-Union, dass Unternehmen für den Landesparteitag Mitte März nicht nur Ausstellungsfläche erwerben können, sondern auch vertrauliche Unterredungen mit den Mitgliedern der Landesregierung. Ein Parteisprecher räumte die Existenz dieser Briefe ein und nannte sie missverständlich.

"Ich habe die Briefe an die Sponsoren nicht gekannt. Als ich davon erfahren habe, habe ich den CDU-Generalsekretär Hendrik Wüst angewiesen, dies sofort zu beenden", betonte Rüttgers.

In der Vergangenheit habe es in diesem Zusammenhang keine "Einzelgespräche" gegeben. "Ich habe, wie bei anderen Parteien auch üblich, in Parteitagspausen Stände von Sozialverbänden, Vereinen und Firmen besucht und mich nach dem Parteitag bei den Ausstellern für ihre Teilnahme bedankt", stellte Rüttgers klar.

Generalsekretär Wüst räumte einen Fehler ein: "Ich bedauere ausdrücklich, dass hier ein falscher Eindruck entstanden ist und entschuldige mich dafür insbesondere bei Jürgen Rüttgers", sagte er.

(DDP/sdr)