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Röttgen übt Kritik - EU muss Flüchtlingen an türkischer Grenze helfen

Unterstützung sei „unmittelbares Gebot“ : Röttgen übt Kritik - EU muss Flüchtlingen an türkischer Grenze helfen

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat die Lage an der türkisch-griechischen Grenze als „dramatisch“ bezeichnet. Den Menschen mit europäischer finanzieller Unterstützung zu helfen, sei ein „unmittelbares Gebot“.

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen sagte vor einem Treffen der Bewerber um den CDU-Vorsitz am Montagabend in Berlin, es sei das „unmittelbare Gebot“, den Menschen mit europäischer finanzieller Unterstützung zu helfen. Außerdem dürfe Griechenland nicht alleine gelassen werden.

Röttgen äußerte massive Kritik am russischen Präsidenten Wladimir Putin. Putin führe in Syrien einen „Eroberungskrieg“. Die Menschen flöhen vor den Bomben Putins und des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Assad kämpft in der Provinz Idlib gegen Rebellen - unterstützt durch Luftangriffe Russlands. Röttgen sagte, er halte es für „dringend geboten“, dass die Europäer Moskau mitteilten, dass es „spürbare Sanktionen“ gegen Russland gebe, falls der „Eroberungskrieg“ fortgesetzt werde und Putin nicht zu einer Verhandlungslösung bereit sei.

Nach UN-Angaben harren rund 13 000 Migranten bei Kälte auf der türkischen Grenzseite zu Griechenland aus. Viele wollen weiterziehen, etliche nannten im Fernsehen Deutschland als Ziel. Griechische Sicherheitskräfte gingen am Montag erneut mit Blendgranaten und Tränengas gegen Hunderte Migranten vor. Diese hatten versucht, die Grenze bei Kastanies zu passieren und nach Griechenland und damit in die EU zu gelangen, wie das griechische Staatsfernsehen berichtete.

(ala/dpa)