Besondere Verdienste um das Ruhrgebiet: Röttgen erhält Pannekopp-Orden

Besondere Verdienste um das Ruhrgebiet: Röttgen erhält Pannekopp-Orden

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) erhält die Karnevalsauszeichnung "Pannekopp des Jahres". Den Anti-Orden des Ruhrpott-Karnevals aus 28,5 Kilo Schrott erhält Röttgen für besondere Verdienste um das Ruhrgebiet.

Mit seinem Plan, den Castor-Transport von Jülich nach Ahaus per Schienenverkehr durch das Ruhrgebiet zu lenken, habe er "maßgeblich zur Förderung der Tourismusbranche im Revier" beigetragen, lautet die Begründung.

"Castoren im Pott. Das ist toll für die Demonstranten! Das zieht Atomtouristen aus dem ganzen Land an und pumpt Geld in die Region, denn rein statistisch lässt jeder Tourist 95 Euro pro Tag im Ruhrgebiet", kommentierte "Geierabend"-Moderator Martin Kaysh am Dienstag die Auswahl. Ob der CDU-Mann den gewichtigen Orden annehmen wird, ist fraglich.

Laut Reglement müsste er ihn bis zum Ende der Fastenzeit um den Hals tragen. Außerdem darf er keine weiteren Verdienste um das Ruhrgebiet erwerben. So ist bislang niemand zur Vergabe erschienen.

Glücklicher Verlierer in diesem Jahr ist übrigens Essens Kämmerer Martin Klieve, ebenfalls CDU. Er wurde für die Idee nominiert, marode Ruhrpottstädte aufzulösen.

Gewinner 2011 war das Dortmunder Recycling-Unternehmen Envio, das durch die katastrophale Entsorgung von Transformatoren einen Umweltskandal geschrieben hat. Frühere Preisträger waren Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff und der ehemalige Evonik- Vorstandsvorsitzende Werner Müller.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Aufstieg und Fall von Norbert Röttgen

(lnw)
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