Regierung verzichtet auf Angaben zu CO2-Einspareffekt

Maßnahmen zum Umweltschutz : Regierung entfernt konkrete CO2-Angaben aus dem Klimaprogramm

Wie aus einer neuen Fassung hervorgeht, hat die Bundesregierung verschiedene Tabellen entfernt, mit denen sichergestellt werden sollte, dass das Programm die Klimaziele auch erreicht.

Die Bundesregierung verzichtet in ihrem Klimaschutzprogramm auf Angaben, wie viel die einzelnen Maßnahmen zum Klimaschutz beitragen sollen. Das geht aus einer neuen Fassung hervor, die der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagabend vorlag. Zuerst hatte die „Süddeutsche Zeitung“ (Freitagausgabe) darüber berichtet. Die Ressortabstimmung dazu sei mittlerweile eingeleitet.

Geplant war eigentlich, dass die Ministerien zu jedem Vorschlag auch Zahlen liefern, um sicherzustellen, dass das Paket auch tatsächlich die Lücke zu den Klimazielen schließt. Eine Tabelle mit den „Minderungswirkungen“ der Maßnahmen ist nun nicht mehr enthalten. Das Gleiche gilt für die Spalte „THG-Minderungspotenzial“, die jeweils angeben sollte, wie viel Millionen Tonnen Treibhausgase sich mindern lassen.

Die große Koalition hatte sich in der vergangenen Woche auf ein milliardenschweres Klimaschutzpaket geeinigt. Damit soll die Bundesrepublik ihre verbindlichen Klimaziele für 2030 verlässlich erreichen. Als zentrales Element soll klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) einen Preis bekommen.

(chal/dpa)
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