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Rechtsextremismus: Seehofer und Soylu betonen gemeinsamen Einsatz

Gegen Rechtsextremismus : Seehofer und Soylu betonen gemeinsamen Einsatz gegen Hass

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und sein türkischer Kollege Süleyman Soylu haben sich gemeinsam gegen Rechtsextremismus und Fremdenhass ausgesprochen. Das friedliche Zusammenleben setze wechselseitige Kenntnis und Wertschätzung voraus.

In einer am Dienstag vom Innenministerium in Berlin veröffentlichten Erklärung zu dem rassistischen Anschlag in Hanau betonen sie: „Mit ihren Verbrechen wollen die Täter auch Zwietracht säen, gegenseitige Vorurteile nähren und ganze Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufbringen. Das werden wir nicht zulassen.“ Deutschland und die Türkei seien sich einig darin, „dass die Saat des Hasses nicht aufgehen darf“.

Seehofer hatte nach Angaben eines Sprechers mit dem türkischen Innenminister telefoniert und bekräftigt, auch in Zukunft einen engen Austausch zu allen Themen pflegen zu wollen, die beide Länder betreffen. Ziel sei die Vermeidung einer Konfrontation zwischen Religionen und Weltanschauungen. Dafür sei unter anderem auch die Deutsche Islamkonferenz eingerichtet worden, die sich als eines der wichtigsten Foren zwischen dem deutschen Staat und den in Deutschland lebenden Muslimen etabliert habe, fügte der Ministeriumssprecher hinzu.

In Hanau hatte ein 43-Jähriger am 19. Februar zwei Bars angegriffen und neun Menschen mit Migrationshintergrund erschossen. Er und seine Mutter wurden im Anschluss in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Der Generalbundesanwalt sprach von einer „zutiefst rassistischen Gesinnung“ des Täters.

Seehofer und Soylu äußerten sich „bestürzt und erschüttert über den schrecklichen Anschlag“. Seitens der Ermittlungsbehörden werde alles getan, um diese Tat vollständig aufzuklären und ein klares und vollständiges Bild von Tat und Täter zu erlangen. Hierzu gehöre die lückenlose Abklärung, ob der Täter alleine handelte oder in Kontakt mit Rechtsextremisten und Terroristen gestanden habe.

(ala/epd)