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Razzia in Göttingen: Zwei Gefährder in Gewahrsam

Zwei Gefährder in Gewahrsam : Großrazzia gegen radikalislamische Szene in Göttingen

Bei einem Großeinsatz der Polizei wurden in der Nacht zum Donnerstag zwölf Objekte im Raum Göttingen durchsucht und zwei sogenannte Gefährder in Gewahrsam genommen.

Insgesamt waren 450 Polizeibeamte im Einsatz. Den Ermittlern zufolge hatte es zuvor Erkenntnisse über einen möglicherweise bevorstehenden Anschlag gegeben. Die Hinweise zu "einem möglicherweise konkret bevorstehenden terroristischen Anschlag" hätten sich in den vergangenen Tagen verdichtet, erklärte der Göttinger Polizeipräsident Uwe Lührig. Daher hätten sich die Ermittler entschlossen, "sehr schnell gegen die Gefährder und das engste Umfeld vorzugehen".

Bei den beiden als Gefährder eingestuften Personen handelt es sich demnach um einen 27-jährigen algerischen und einen 23-jährigen nigerianischen Staatsangehörigen. Beide leben mit ihren Familien in Göttingen. Sie gehören seit längerem der salafistischen Szene in der niedersächsischen Stadt an.

An dem Großeinsatz waren Beamte der Polizeidirektion Göttingen, des Landeskriminalamts Niedersachsen mit einem Spezialeinsatzkommando (SEK) sowie der Bereitschaftspolizei Niedersachsen beteiligt.

Die Polizei geht in den letzten Monaten verstärkt gegen sogenannte Gefährder und salafistische Netzwerke vor. Am Mittwoch wurden Räume eines Vereins in Hennef durchsucht.

Zu einer ähnlich gelagerten Großrazzia wie in Göttingen, kam es Anfang Februar in Hessen und Berlin. Auch dabei wurden mehrere Personen festgenommen.

(maxk(AFP)