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Ralph Brinkhaus sieht sich im "Spagat" zwischen Merkel und der Fraktion

Neuer Fraktionschef : Brinkhaus sieht sich im "Spagat" zwischen Merkel und der Fraktion

Der neue Chef der Unions-Bundestagsfraktion, Ralph Brinkhaus, will sowohl Kanzlerin Merkel stützen als auch seiner Fraktion mehr Profil verschaffen. Das sagte er dem „Spiegel“. Nervös macht ihn diese Herausforderung offenbar nicht.

"Ich habe keine Sorge vor dem Spagat, der mir da bevorsteht", sagte er dem "Spiegel" laut Vorabmeldung vom Donnerstag. "Man kann fest hinter der Kanzlerin stehen und loyal mit ihr zusammenarbeiten - und dennoch einen von Selbstbewusstsein getragenen Dialog führen."

Er wolle mit Merkel "eng und vertrauensvoll" zusammenarbeiten, kündigte Brinkhaus an. Gleichzeitig werde er die Interessen der Fraktion vertreten. Dort wolle er "das 'Wir'" stärken, sagte Brinkhaus. "Wir werden zu mehr Themen als in der Vergangenheit eigene Positionen entwickeln." Zu inhaltlichen Fragen wollte sich Brinkhaus zunächst nicht äußern. "Die Inhalte werden von der Fraktion bestimmt", sagte er. "Die Fraktion ist der Star."

Brinkhaus hatte am Dienstag überraschend die Wahl zum Fraktionsvorsitzenden gegen den langjährigen Amtsinhaber Volker Kauder (CDU) gewonnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte zuvor für ihren Vertrauten Kauder geworben. Nach dessen Wahlschlappe räumte sie ein, dass dies auch eine Niederlage für sie selbst sei.

(ham/AFP)