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Protest gegen Höcke-Auftritt bei Pegida-Versammlung in Dresden

Pegida-Versammlung : Protest gegen Höcke-Auftritt in Dresden

In Dresden kam es zu einer Pegida-Versammlung, bei der auch der Thüringer AfD-Fraktionschef Björn Höcke vor Ort war. Gegen den Aufmarsch protestierten etliche Gegendemonstranten.

Hunderte Menschen haben am Montagabend in Dresden gegen einen Auftritt des Thüringer AfD-Fraktionschefs Björn Höcke und gegen eine „Pegida“-Versammlung demonstriert. Der Aufzug der „asylfeindlichen Pegida“-Bewegung durch die Innenstadt sei fortlaufend von Gegenprotesten begleitet worden, teilte die Polizeidirektion Dresden am Dienstag mit. Zudem habe es Sitzblockaden gegeben.

Mehrere Gegendemonstranten hätten Steine in Richtung des „Pegida“-Aufzuges geworfen. Gegen zwei Tatverdächtige im Alter von 14 und 15 Jahren werde wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, hieß es. Beobachter sprachen von 1.000 bis 2.000 Gegendemonstranten.

Ein 30-jähriger Teilnehmer der „Pegida“-Versammlung hat laut Polizeiangaben den verbotenen Hitlergruß gezeigt. Er muss sich wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten. Zwei weitere Ermittlungsverfahren seien wegen Bedrohung und Beleidigung gegen Unbekannt eingeleitet worden.

Gegen „Pegida“-Demonstrierende seien zudem Eier geworfen worden. Eine 71-jährige Frau wurde laut Polizeiangaben verletzt. Die Polizei ermittle in diesem Fall wegen gefährlicher Körperverletzung gegen Unbekannt.

Bereits am Nachmittag hatten sich unter freiem Himmel hunderte Menschen zu einem interkulturellen Gastmahl in der Dresdner Neustadt versammelt, um ein Zeichen für Vielfalt und Weltoffenheit zu setzen. Insgesamt waren am Montag bei den Demonstrationen in Dresden laut Polizeidirektion 253 Beamte im Einsatz.

(epd)