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Horn von Afrika: Probleme der Piratenjagd

Horn von Afrika : Probleme der Piratenjagd

Dschibuti (RP). Mit jeder neuen Schiffsentführung wächst der Druck auf die Staatengemeinschaft, der Piraterie am Horn von Afrika entschlossener zu begegnen. Doch bislang fehlt es an Regeln und Fähigkeiten.

Sie können es. Heranrasende Schnellboote abschießen. Verdächtige Schiffe aus der Luft und von See her entern. Verdächtige überwältigen. All das lernen die deutschen Marinesoldaten, bevor sie in die "Operation Enduring Freedom” (OEF) vor die ostafrikanische Küste geschickt werden. Kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ging die OEF an den Start; sie sollte das Seegebiet am Horn von Afrika sicherer machen.

Sieben Jahre später ist es so unsicher wie keine andere Region auf der Welt. Piraten haben faktisch die Macht übernommen, schlagen inzwischen täglich zu ­ und die Kriegsschiffe kriegen die Situation nicht in den Griff.

Warum? Zum Beispiel wegen der Größe des Seegebietes. Keiner würde von einer Fregatte erwarten, einen Überfall hinter Sizilien zu unterbinden, wenn sie gerade durch die Nordsee pflügt. Doch so ähnlich sieht‘s aus: Die betroffene Region ist acht Mal so groß wie Deutschland. Da dauert es nicht Minuten, sondern Tage, um anzukommen.

Beschränkungen der Einsatzregeln