Berliner Flughafen: Platzeck: Flugrouten-Urteil verschiebt Eröffnung nicht

Berliner Flughafen : Platzeck: Flugrouten-Urteil verschiebt Eröffnung nicht

Das gerichtliche Verbot der sogenannten Wannsee-Flugroute wird auf die Eröffnung des Berliner Großflughafens BER und den künftigen Betrieb nach den Worten von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) keinen Einfluss haben. Er gehe davon aus, dass das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) das Urteil genau prüfen und Routen finden werde, die den Kriterien des Gerichts entsprächen.

Das sagte Platzeck dem Rundfunksender Antenne Brandenburg. Platzeck ist seit Mitte Januar Aufsichtsratsvorsitzender der BER-Flughafengesellschaft.

Der Direktor des BAF, Nikolaus Herrmann, sagte im rbb-inforadio, seine Behörde behalte sich eine Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht vor. Zunächst werde die schriftliche Urteilsbegründung abgewartet. Erst dann könne man beurteilen, welche Konsequenzen sich daraus ergäben. "Das letzte Wort in dieser Angelegenheit wird voraussichtlich das Bundesverwaltungsgericht treffen", sagte Herrmann.

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg hatte die sogenannte Wannsee-Flugroute am Mittwoch für rechtswidrig erklärt. Es gab den Klagen von Anwohnern und Gemeinden gegen die Flugroutenfestlegung statt. Es begründete die Entscheidung mit der Nähe zum atomaren Forschungsreaktors des Helmholtz-Zentrums. Die von dem Reaktor ausgehenden Risiken seien nicht ausreichend ermittelt worden. Die Flugrouten hatte das BAF im Januar 2012 festgesetzt.

(AFP)
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