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Philipp Mißfelder: Angela Merkel und Wolfgang Schäuble bei Totenmesse

Totenmesse in Berlin : Politiker ehren Philipp Mißfelder bei Trauergottesdienst

Mit einem Trauergottesdienst in der Berliner Sankt-Hedwigs-Kathedrale haben Bundestag und Bundesregierung am Freitag Abschied vom plötzlich gestorbenen CDU-Politiker Philipp Mißfelder genommen. An der Messfeier nahmen Bundestagspräsident Norbert Lammert, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie weitere Spitzenvertreter von Regierung und Fraktionen teil.

Mißfelder war in der Nacht von Sonntag auf Montag im Alter von 35 Jahren an einer Lungenembolie gestorben. Er hinterlässt seine Frau und zwei Kinder. Mißfelder war außenpolitischer Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion. In der voll besetzten Kathedrale erwiesen ihm auch zahlreiche Diplomaten die letzte Ehre.

Der Leiter des Katholischen Büros in Berlin, Prälat Karl Jüsten, bezeichnete Mißfelder als "begnadeten und begabten Politiker". Sein ganzes Leben schien der Politik gewidmet zu sein, wie er sagte. Zugleich habe er als "Vollblutpolitiker" aus dem christlichen Glauben heraus gelebt. Dieser habe ihm "Halt, Kraft und Orientierung" gegeben.

Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) betonte, Mißfelder habe seine Aufgabe in der Außenpolitik gesehen. Er habe diese als Wertepolitik gestalten wollen — "getragen von einem christlichen Menschenbild".

In der Sondersitzung des Bundestags würdigte Lammert den Verstorbenen. Kaum jemand habe in so jungen Jahren ein so dichtes Netz an politischen Kontakten knüpfen können wie er — im Westen wie im Osten. Er habe der jungen Generation eine Stimme in der Politik geben wollen. Dabei habe er freundschaftliche Verbindungen über Parteigrenzen hinweg gepflegt. Der Bundestag verliere mit ihm einen engagierten und respektierten Parlamentarier — "und viele von uns — auch ich persönlich — einen guten Freund".

Weitere Informationen zu Philipp Mißfelder in unserem Dossier.

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(KNA)