Peter Altmaier: Deutschland soll mindestens zwei Erdgas-Terminals bekommen

Möglicher Deal mit USA: Deutschland soll mindestens zwei Erdgas-Terminals bekommen

Bislang war von einem Terminal die Rede. Doch Umweltminister Peter Altmaier will nun schnell mehrere Anlagen für Flüssig-Erdgas verwirklichen. Auch mögliche Standorte nennt der CDU-Politiker.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier geht von mindestens zwei neuen Terminals in Deutschland zum Import von Flüssig-Erdgas (LNG) etwa aus den USA aus. „Ich sehe an mindestens zwei Standorten die Chance, dass wir rasch etwas verwirklichen können“, sagte Altmaier am Dienstag am Rande einer LNG-Konferenz mit US-Vertretern in Berlin. Bisher war vom Bau eines Terminals die Rede gewesen.

Der CDU-Politiker nannte als mögliche Standorte für LNG-Terminals Brunsbüttel, Wilhelmshaven und Stade. Dort haben sich private Konsortien gebildet. Altmaier sagte, er rechne mit einer Entscheidung in den nächsten Wochen. Die Bundesregierung will den Bau mit staatlichen Fördergeldern unterstützen. Altmaier sprach von einer „substanziellen“, aber zugleich überschaubaren Summe. Eine konkrete Zahl wollte er nicht nennen.

In Deutschland gibt es bisher noch kein Import-Terminal für LNG. Vor allem die USA wollen mehr Flüssig-Erdgas in Europa verkaufen. Dieses gilt aber bisher noch als zu teuer und nicht wettbewerbsfähig.

Der stellvertretende US-Energieminister Dan Brouillette warb für einen stärkeren Import von LNG-Gas aus den USA. Die Preise dafür würden etwa wegen höherer Produktionskapazitäten in den USA in den kommenden Jahren deutlich fallen. Brouillette bekräftigte die Kritik der USA am deutsch-russischen Erdgas-Pipelineprojekt Nord Stream 2. Altmaier sagte dazu, dies sei eine Frage, die in Europa entschieden werde.

In Deutschland wird auch aus Sicht Altmaiers in einer Übergangszeit künftig mehr Gas zur Energieversorgung benötigt. Deutschland steigt bis Ende 2022 aus der Kernenergie aus und lässt zugleich schrittweise die Kohleverstromung auslaufen.

(cpas/dpa)
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