Pegida: Union muss laut Emine Demirbüken-Wegner auf islamkritischen Protest reagieren

Demonstrationen in Dresden und Düsseldorf : Muslimische CDU-Politikerin: Union muss auf "Pegida" reagieren

Die CDU muss nach Ansicht ihres Präsidiumsmitglieds Emine Demirbüken-Wegner auf die islamkritischen Proteste mit einer sachlichen Debatte reagieren. Der Islam dürfe in der öffentlichen Debatte nicht für Terror und Gefahr stehen.

Die Demonstrationen von Hogesa und Pegida seien "hochbedenkliche Entwicklungen", bei denen alle Vorurteile vermischt würden, sagte Demirbüken-Wegner dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstag). Das Stichwort Islam stehe dadurch in der öffentlichen Debatte für Terror, Unterdrückung und Gefahr. Umso wichtiger sei es, als Partei eine sachliche Diskussion zu führen.

Weiter sagte die Unionspolitikerin, schon jetzt beschäftige sich die CDU intensiv und differenziert mit dem Islam und dem Islamismus.
Durch die Debatte um das Burka-Verbot im Vorfeld des Parteitags sei das in den Hintergrund gerückt. Demirbüken-Wegner warnte vor einem vorschnellen Burka-Verbot. Zuvor müssten mögliche Konsequenzen ebenso geprüft werden wie die Frage, ob ein Verbot mit dem Grundgesetz und der dort verankerten Religionsfreiheit zu vereinbaren sei.

Demirbüken-Wegner war am Dienstag erneut ins CDU-Präsidium gewählt worden. Die Berliner Gesundheits-Staatssekretärin ist die erste Deutsch-Türkin und einzige Muslimin im obersten Führungsgremium ihrer Partei.

(KNA)
Mehr von RP ONLINE